Irene Sommerfeld-Stur

Infos über Irene Sommerfeld-Stur

Univ. Doz. Dr. Irene Sommerfeld-Stur, studierte Veterinärmedizinerin, habilitierte nach ihrer Promotion am Institut für Tierzucht der Veterinärmedizinischen Universität Wien, wo sie bis zu ihrem Ruhestand 2012 arbeitete. Hunde standen und stehen bis heute im Mittelpunkt ihres Interesses, wobei sie sich vor allem mit der Problematik von Erbfehlern und Qualzucht, aber auch mit populationsgenetischen Fragestellungen, Verhaltensgenetik und Fragen der genetischen Vielfalt beschäftigt. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Hunden in einem kleinen Dörfchen in Niederösterreich.

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Der Einfluss der Gene auf Wesen und Verhalten

Das Wissen um die genetischen Grundlagen der Hundezucht ist eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiche Rassehundezucht. Dabei sind es sowohl körperliche Merkmale als auch Merkmale des Verhaltens, die im Rahmen der Selektionszucht berücksichtigt werden. Und schliesslich sind es auch gesundheitliche Aspekte, die bei der Zuchtwahl eine Rolle spielen. Das Seminar gibt eine Einführung in die wichtigsten genetischen Mechanismen, die Aussehen, Wesen und Gesundheit eines Hundes beeinflussen. Dabei werden auch neue Erkenntnisse aus dem Bereich der Epigenetik, die für die Hundezucht relevant sind, besprochen.

Wesen und Verhalten sind im Rahmen der Hundezucht zu einem bedeutenden Thema geworden – nicht nur, weil Wesensfestigkeit und Sozialverträglichkeit eine wichtige Voraussetzung für ein erfreuliches Zusammenleben von Menschen und Hunden sind. Auch die immer wieder von Medien und Politik thematisierte Problematik gefährlicher Hunde stellt an die Hundezüchter die Forderung an die Zucht verhaltenssicherer Hunde.

Es ist noch gar nicht lange her, dass eine genetische Grundlage von Wesens- und Verhaltensmerkmalen überhaupt erkannt und akzeptiert wurde. Inzwischen sind Wesenstests eine der obligatorischen Voraussetzungen für eine Zuchtzulassung. Dabei wird die Genauigkeit der eingesetzten Tests sowie die erzielten Prüfergebnisse oft unzureichend hinterfragt.

Um bei der Zucht und Aufzucht von Hunden alle Möglichkeiten zur Entwicklung wesensfester und sozialverträglicher Hunde nützen zu können erscheint eine Auseinandersetzung mit den genetischen und epigenetischen Grundlagen des Verhaltens sowie der Wirkung von Umwelteinflüssen wichtig.

Details

Samstag, 17. März 2018
09.30 Uhr bis ca. 16.00 Uhr
Durchführungsort: Reinach AG
Teilnahme: CHF 260.–
Preis inkl. Mittagessen

Die Anzahl der Plätze ist begrenzt!
Offen für alle Interessierten

Hundemitnahme in Ausnahmefällen auf Anfrage möglich

Buchen Sie beide Seminare zum Kombipreis von CHF 480.–

Zimmerbuchung direkt unter www.schneggen.ch (im Mitteilungsfeld «herrchen.ch» angeben >>> Vergünstigung)

Gefährliche Hunde – gefährdete Rassen

Politische Massnahmen zur Reduzierung der Gefahr von Verletzungen durch Hunde basieren im Wesentlichen auf der Hypothese, dass manche Hunde allein auf Grund ihrer Rassezugehörigkeit als gefährlich anzusehen sind. Diese Hypothese entbehrt jeglicher sachlichen oder wissenschaftlich abgesicherten Grundlage. In der Praxis führt sie zu unzumutbaren Belastungen von Hunden und deren Besitzern, ohne im Gegenzug tatsächlich die gewünschte Sicherheit vor Verletzungen durch Hunde zu gewährleisten. Im Seminar werden Überlegungen zu «gefährlichen Hunden» im Gegensatz zu «gefährlichen Rassen» besprochen.

Die grosse Vielfalt an Körperformen bei der Spezies Hund hat bei einer Reihe von Rassen zu Extremvarianten geführt, welche die Gesundheit und das Wohlbefinden der betroffenen Hunde mehr oder weniger intensiv beeinträchtigen. Sehr oft ist weder den Züchtern noch den Besitzern der Hunde wirklich klar, in welchem Mass ein Hund durch extreme Rassemerkmale tatsächlich beeinträchtigt ist.

So wird dann z.B. das Schnarchen der Möpse oder Bulldoggen als «charmantes» Rassemerkmal betrachtet und oft kommen die Besitzer erst nach dem ersten Ohnmachtsanfall ihres Hundes darauf, wie schwer krank das Tier wirklich ist. Und dann ist oft nur eine teure und belastende Operation der einzige Ausweg, um dem Hund eine halbwegs akzeptable Lebensqualität zu verschaffen. Aber auch viele andere gesundheitliche Probleme sind mit bevorzugten Rassemerkmalen verbunden, die somit als tierschutzrelevant anzusehen sind und damit mit einer ethisch vertretbaren Hundezucht nicht vereinbar sind.

Was oft übersehen wird, ist, dass extreme Rassemerkmale nicht nur das Wohlbefinden und die körperliche Leistungsfähigkeit der Hunde negativ beeinflussen, sondern auch zu mehr oder weniger ausgeprägten Verhaltensstörungen führen können.

Details

Sonntag, 18. März 2018
09.30 Uhr bis ca. 16.00 Uhr
Durchführungsort: Reinach AG
Teilnahme: CHF 260.–
Preis inkl. Mittagessen

Die Anzahl der Plätze ist begrenzt!
Offen für alle Interessierten

Hundemitnahme in Ausnahmefällen auf Anfrage möglich

Buchen Sie beide Veranstaltungen zum Kombipreis von CHF 480.–

Zimmerbuchung direkt unter www.schneggen.ch (im Mitteilungsfeld «herrchen.ch» angeben >>> Vergünstigung)



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